Zanskar Trek 2010

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1.     September

Nachdem wir am Vortag die Verspätung der Deutschen Bahn kennengelernt haben, musste Marie-Therese noch mit der homöopathischen Hausapotheke den Drogentest am Flughafen mit negativ bestehen. Im Flieger kam schon ein Hauch von Indien auf; die Gerüche und die vielen Menschen mit den indischen Gesichtszügen sowie den Schnauzbärten.
Nach 8 Stunden Flug und Beschäftigungstherapie in Form von Essen und Filmprogramm kamen wir am Flughafen Delhi an und gingen auf dicken Teppichen zur Passkontrolle. Am Geldwechselstand hörte man deutsche Touristen mosern, wie schlecht der Wechselkurs hier sei. Nachdem wir alle Kontrollen hinter uns gebracht hatten, wartete ein Inder mit einem Schild, worauf unser Name stand. Durch das unübersichtliche Labyrinth von Gängen erreichten wir auch das Taxi. Wir waren überrascht, wie weitläufig und aufgeräumt der Weg vom Flughafen in die Stadt war. Dann aber bogen wir nach Paharganj ab und die vielen Menschen, die Kühe und das Gehupe der vielen Verkehrsmittel erinnerte uns sofort an den letzten Aufenthalt in Indien. Noch ein kurzes Stück durch eine Gasse, die uns an Bilder nach dem 2. Weltkrieg erinnerten, und wir erreichten unser Hotel.

Der Anblick des Hotelzimmers nach dieser langen Reise schockte uns. Ein Zimmer ohne Fenster, ein kleines Doppelbett, ein Nachttisch und ein abstoßendes Bad. Aber für eine Nacht ok. Noch ein kurzer nächtlicher Spaziergang und wir beendeten den Tag mit dem Geräusch des Ventilators in den Ohren.

2./3. September


Da wir in unserem Zimmer von dem Trubel auf der Straße nichts mitbekamen, wurde erst um 11 Uhr auf der Dachterrasse eines Hotels gefrühstückt. Unten pulsierte das hektische Straßenleben des Main Bazars und in unserem Mund pulsierten die Geschmacksknospen durch das indische Frühstück. Mit Bananen-Lassi ließen sie sich wieder etwas beruhigen und konnten die Gewürze des Masala-Tees wieder aufnehmen. Dies zelebrierten wir 2 Stunden, dann begaben wir uns in den Strom des Main-Bazars. Gleich klebten uns einige Schlepper und Bettler an den Fersen, die versuchten, uns das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das Grau der brüchigen Häuserfassaden wurde durch die bunte Welt der sich ständig bewegenden Menschen, Kühe, Hunde und Fahrzeuge abgewechselt. Es brauchte keine Stunde, bis wir uns einen ruhigen Platz in einem Stadion suchten, um uns von den Eindrücken zu erholen. Weiter durch Gerüche von Gewürzen, Gebratenem, Fäkalien und Seife. Ein blumenverzierter Tempel wirkte wie eine Blume in der Wüste. Zurück ins Hotel, denn wir mussten um 16.30 Uhr zum Bus nach Manali. Das Ticket für 850 Rupien (ca. 15,– €) hatten wir im Hotel bekommen und wurden auch dort vom “busman” abgeholt. Der Fahrrad-Rikscha-Fahrer mit seinen dünnen Beinen bekamt etwas mehr für den anstrengenden Transport von zwei Europäern mit ihrem Gepäck zum Busbahnhof. Es standen uns 17 Stunden Busfahrt bevor. Ich kann nicht verstehen, weshalb die indischen Bussfahrer die Abfahrtszeiten mit Quatschen und Palavern überziehen, um dann mit einer diabolischen Fahrweise die Zeit wieder reinzuholen. Wir hatten Glück, dass es Nacht war und wir nicht alle gefährlichen Situationen mitbekamen. Nach einer unruhigen Nacht erwachten wir in den Bergen mit beeindruckenden Schluchten, Flüssen und Straßen, die einem den Atem stocken ließen. Wir trafen auf Affen, Laster, Busse, Motorräder und Menschen, die zu Fuß mit ihren Tieren auf diesen viel zu schmalen, von Felsabrutschen genarbten Straßen unterwegs waren. Um 11.00 Uhr kamen wir dann endlich mit geschwollenen Füßen und einem flauen Gefühl im Bauch in Manali an.

Im “Sunshine Guesthouse” fühlten wir uns in die britische Kolonialzeit zurück versetzt und genossen die Dusche. Wir ließen uns von Kuchen sowie der indischen Küche den Gaumen verwöhnen und saßen dann auf der schönen Terrasse des Guesthauses. Es war schön im Trockenen zu sitzen und den herabfallenden Regen zu beobachten, der den wunderschönen Garten tränkte.

Um 21.45 Uhr, wir schliefen schon, klopfte es an unsere Tür. Es war unser Trekking-Guide. Noch kurz den morgigen Tag besprochen und dann fielen wir in einen tiefen Schlaf.

4. September

Wir starteten mit Anschuk, unserem Koch und einem Fahrer aus Manali, pünktlich 8.00 Uhr. Anschuk klopfte schon 7.50 Uhr an unsere Tür, dies war überhaupt nicht typisch indisch.
Los ging es Richtung Rohtang-Pass, die Straße war extrem nass und matschig. Überall waren Wanderarbeiter, um sie auszubessern. An einigen Stellen kamen uns Sturzbäche entgegen und nach 3 Stunden erreichten wir den 3978 m hohen Rothang-Pass. Wie immer, wenn wir Trekken,  war es wolkig und wir stiegen schnell wieder in den Jeep, um nicht zu erfrieren und wie die „Haufen toter Körper“ zu enden welche diesem Pass den Namen gaben.

Nun ging es runter ins grüne Tal  von Lahaul. Bei dieser atemberaubenden Fahrt wurde es einem fast schlecht und man bekam Kopfschmerzen, ob es nun von dem Geschaukel oder der Höhe war weiß man nicht. Noch 3 Stunden entlang am Chandra Fluss und wir erreichten Keylon. Eine der wenigen erwähnenswerten Ortschaften bis Leh. Hier machen viele Reisende einen Zwischenstopp, um am nächsten Tag früh morgens weiter mit dem Bus nach Leh zu fahren. Schnell fanden wir ein Hotel. Es war wirklich teuer, aber auch ein Abschied von der gepflegten Zivilisation.  Nach einem sehr leckeren Essen und einem  Rundgang im Ort, erklommen wir die Khardong-Gompa, drehten die Gebetsmühlen und konnten das Du-Khang (Gebetshalle) besichtigen. Ein Mönch forderte uns auf, etwas zu spenden. Darüber ärgerte sich Marie-Therese. Ich nahm die Spendenquittung und werde versuchen, sie bei der nächsten Steuererklärung mit anzugeben.

Nach 2 Stunden waren wir wieder zurück in unserem Hotel und konnten einen schönen Sonnenuntergang erleben. Den Abend beendeten wir mit genussvoller Körperpflege und ein letztes Mal Fernsehen für die nächsten 3 Wochen.

5. September

An diesem Morgen wachte ich das erste Mal mit Kopfschmerzen auf und fragte mich, ob die Höhenkrankheit bei mir schon bei 3200m beginnt. Ein Globulus Coca C 30 genommen sowie ein Asthmaspray inhaliert. Zum Frühstück gab es Rührei und Bananenpancake. Um 9.00 Uhr fuhren wir mit dem Jeep nach Darcha, vorbei an Kolonnen von Steine klopfenden Wanderarbeitern, welche die Straße ausbauten.  1 Stunde später kamen wir in Darcha an und begannen gleich unser Camp aufzubauen. Was unser Team alles dabei hat: Zelt zum Schlafen, Zelt zum Kochen, ein Klozelt und Nahrungsmittel, bei dem jeder Supermarkt neidisch würde. 2 Stunden nach Ankunft zauberte unser Koch ein 3-Gängemenü.

Angefangen mit Nudelsuppe, Kartoffeln, Thunfisch bis hin zum Obst als Dessert. Alles war sehr lecker und gut gewürzt. Zu Trinken gab es Tee und Orangensirup.
Mit vollem Bauch unternahmen wir eine kleine Exkursion in die Ortschaft Darcha. Diese liegt oberhalb eines Flussdeltas mit imposanten Bergen drum herum.  Den Rückweg wählten wir am reißenden Fluss entlang wo ein nicht sonderlich gut gelaunter Yakbulle entgegen kam. Nach der letztjährigen Yak-Attacke  auf der Annapurnarunde umgingen wir dieses wild schnaufende Ungetüm weitläufig.
Nach dem 3 stündigen Ausflug erwartete uns Tee mit Plätzchen am Zelt und wir verbrachten den restlichen Nachmittag in der Waagerechten, da jede größere Anstrengung zu Kopfschmerzen führte.

Wie von Anschuk am Vormittag vorhergesagt, trudelten langsam der horseman mit seinen Pferden ein.  Zu unserer Überraschung wurden wir abends nochmals mit einem 3-Gängemenü bekocht, welches wir im Kerzenschein einnahmen. In unserem geräumigen Zelt unter klarem Sternenhimmel schliefen wir zum Rauschen des Flusses ein.

6. September

7.00 Uhr wurden wir mit „morning-tea“ am Zelt geweckt. Dann noch schnell mit dem eiskalten Wasser des Flusses den Körper erfrischt und schon war das reichhalte Frühstück mit Müsli, Omelette und Toast auf dem Tisch. Als endlich alles auf die 6 Pferde gepackt war, ging es los, immer entlang des Darcha-River.

Nach 1 ½ Stunden gab es die erste Pause und Anschuk knüpfte gleich Kontakte mit den Bäuerinnen, welche auf den Feldern Bohnen ernteten. Es wurden Handynummern ausgetauscht und Anschuk kam mit einem ½  Kilo Bohnen zurück. Danach schwebte Anschuk den Weg noch leichter hinauf. Da der ganze Weg einer staubigen Straße folgte kamen wir an unzähligen Wanderarbeitern aus Bihar vorbei, welche in den Sommermonaten (ca. 5 Monate) hier mit dem Straßenbau unter primitivsten Bedingungen Arbeit finden. Ab ca. 3700m begannen wieder die Kopfschmerzen, welche nur durch die grandiose Landschaft und die anspruchsvollen Bachüberquerungen Ablenkung fanden. Eine Mittagspause mit etwas Schlaf diente unserer Erholung, so dass wir wieder neu gestärkt unser Ziel Jankar Sumdo (4100m) erreichten.

Unser Lager aufzubauen und sich am Fluss zu waschen, brachte uns auf dieser Höhe ganz schön außer Atem und der Kopf hämmerte noch mehr. Nach den ganzen Anstrengungen wurden wir mit Tee und Keksen belohnt, bevor ein Sturm mit Regen aufzog und wir uns in unser Zelt verkrümelten. Nach einem ausgiebigen Abendmahl schliefen wir tief ein.

7. September

An diesem Morgen sah es sehr bewölkt aus, aber nach dem Frühstück und dem Abbau des Camps zeigte sich der blaue Himmel. Wir starteten 8.45 Uhr und unser Weg führte uns über eine sehr schaukelige Brücke. Weiter, steil bergan immer auf kleinen Pfaden oberhalb eines rauschenden Bergbaches. Ständig mussten wir reißende Gletscherbäche überqueren.

Unzählige Pferdekarawanen kamen uns entgegen. Ab ca. 4600m begannen dann stechende Kopfschmerzen sowie Atemnot, die jeden Schritt zur Qual machten und einen öfters straucheln ließen. Nach 6 Stunden erreichten wir unser Camp auf über 4700m. Dort trafen wir 2 kommunikative Franzosen, welche auch am folgenden Tag den Pass überqueren wollten. Trotz Diamox und Paracetamol konnte ich mich nur noch im Zelt dösend aufhalten, da jede Bewegung den stechenden Schmerz im Kopf verschlimmerte. Da ich das leckere Essen ausfallen ließ (ich verpasste Momos), wurde ich von Anschuk mit Tee und Tomatensuppe im Zelt versorgt. Schließlich fiel ich in einen unruhigen Schlaf im kuschlig, warmen Schlafsack. In der Nacht schneite und regnete es abwechselnd und draußen war es sehr kalt. Die Kopfschmerzen besserten sich und es blieb nur noch ein leichter „Döskopf“ übrig.

8. September

Heute stand uns die erste Passüberquerung zu Fuß bevor. Als wir morgens aufwachten war alles nass und der Himmel war wolkenverhangen. Das gute Frühstück gab uns etwas Wärme und nachdem alles nass verstaut war, ging es warm eingepackt um 9.00 Uhr los. Schnell wurde es einem warm und die dichte Wolkendecke löste sich langsam auf. Zum Glück waren die Kopfschmerzen verschwunden und man war leicht “high”, was den steilen Anstieg etwas erleichterte.

Schritt für Schritt ging es der 5000m Marke entgegen,  vorbei an Gletschern wurde der Weg immer steiler, bis wir schließlich eine Hochfläche mit einem See erreichten, welcher von beiden Seiten von Gletschern gespeist wird. Unser Tross aus Koch, horseman und Pferden holte uns ein und wir erreichten gemeinsam den Shingo La Pass (5050m).

Es wurden die obligatorischen Fotos in dieser grandiosen Landschaft geschossen und alle waren bei blauem Himmel und Sonnenschein happy. Auf der anderen Seite des Passes sah man Zanskar und die Berge, welche sich durch ihre Färbung von den bisherigen deutlich unterschieden.

Wir waren zufrieden und glücklich und die Beine trugen uns leichter steil den Berg hinab. Wir überquerten eine Gletschermoräne und plötzlich waren die Berghänge voll von Blumen und Kräutern. Leider wurde es wieder etwas bewölkter. Wir legten eine Mittagspause ein und aßen den leckeren Inhalt unserer lunch-box, welche unser Koch für uns gepackt hatte. Es ging weiter zum Kargyak-River, wo wir an Yakherden vorbei kamen. Die Hirten verbringen ca. 3 Monate mit ihren Herden hier oben. Immer weiter folgten wir dem Fluss, bis wir an eine Stelle mit einem riesigen Bergabrutsch kamen. Die Einheimischen glauben ein Bild eines sitzenden Buddhas an der Abbruchstelle zu sehen und schmücken die Steinhaufen wie einen Altar. Gleich dahinter, an einer Quelle, stand unser aufgebautes Camp. Ein wunderschöner Platz. Im Hintergrund weideten Yaks und unsere Pferde. Es gab leckeren Tee und frittiertes Gemüse.  Nachdem wir etwas die Berghänge erkundet hatten und Marie-Therese mit einheimischen Mädchen (sie konnten nichts mit Europa oder Deutschland anfangen) übers Socken stricken ins Gespräch kam, war das Abendessen auch schon fertig.

Es gab Knoblauchsuppe, in Wasserdampf gegarte Pizza und gekochtes Gemüse, Bohneneintopf, rohes Gemüse und Dosenobst, wie immer viel zu viel.

9. September

Auf 4400m erwachten wir unterhalb von Lakong, die ganze Nacht über hatte es geschneit. Zum Glück blieb der Schnee nur auf den Bergspitzen liegen. Als wir starteten war es sehr kalt und eine eiskalte Herausforderung stand uns auch noch bevor.
Ein breiter, tiefer Gletscherbach teilte den Weg. Zum Glück waren auch 2 Ladakhis an dieser Stelle und wollten den Fluss überqueren. Große Felsbrocken ins Wasser zu werfen um einen Weg zu bauen brachte nichts, da diese in den Tiefen der Fluten verschwanden. Ein Ladakhi nahm Marie-Therese auf den Rücken und trug sie wie der heilige Christopherus barfuß durch das eisige Wasser. Ich riskierte einen waghalsigen Sprung mit viel Anlauf, um das andere Ufer zu erreichen.

Nun ging es wenig anspruchsvoll, dafür umso imposanter den Kargyak-River entlang, vorbei an grasenden Yaks immer weiter den Gumburanjun (Buddha Berg) hinter uns lassend. Anschuk kaufte bei Hirten Yak Käse und lies uns gleich probieren. Der Käse war sehr trocken, hart und geschmacklos. Er hinterließ aber ein angenehmes, säuerliches Aroma im Mund. In einer Suppe würde er vorzüglich schmecken.

Es kamen uns einige Trekkingtouristen mit Begleitern und Pferden entgegen. Nach 5 Stunden erreichten wir Kargyak, die erste Siedlung seit 3 Tagen. Die Einheimischen arbeiten auf den Feldern. In Kargyak leben ca. 170 Menschen das ganze Jahr über. 9 – 12 Personen in jedem Haus. Es gibt eine Schule (1.-5. Klasse). Da es hier kein Holz gibt wird Yakdung gesammelt und auf den Häusern getrocknet, um es dann zu verfeuern. Unterhalb von Kargyak schlugen wir unser Camp (4000m) direkt am Fluss auf, so dass wir auf die Nachbarsiedlung Kye sehen konnten. Da hier das Wasser im Fluss etwas wärmer war, pflegten wir uns. Wir wuschen die Haare und einige Kleider. Danach unternahmen wir einen kleinen Spaziergang nach Kye.

Die Bauern ernteten die Gerste und das Gras für den Winter. Wir fühlten uns ins Mittelalter zurückversetzt. Nur einige Solarpads erinnerten uns an die Gegenwart. In diesem Ort war es wie auf einen fremden Planeten. Hier trauten wir uns einen Yak anzufassen. Wir begannen erst mal mit einem Kalb. Ich glaube, wir waren für die Dorfbewohner genauso außerirdisch wie sie für uns. Nach 2 Stunden Fremde ging es zurück ins Camp, wo uns Tee und Plätzchen in der Sonne wieder willkommen hießen.

Nach einem unvergesslichen Sonnenuntergang und einem leckeren Abendessen gingen wir schlafen.

10. September

Am Morgen kam der Hunger zurück und wir freuten uns richtig auf das Frühstück. Es hatte mal wieder in der Nacht geregnet und es war ganz schön frisch. Um 9.00 Uhr starteten wir. Erst hörten wir das Pfeifen der Murmeltiere, dann sahen wir sie auf ihren Hügeln in sicherer Entfernung sitzend. Weiter ging es am Kargyak-River entlang nach Tanze. Hier hatte eine Hilfsorganisation Weiden gepflanzt, um Wasser an den kargen Berghängen zu speichern und der Bodenerosion vorzubeugen, damit die Felder besser zu bewirtschaften sind. Das Tal wurde immer schmäler und die Berghänge steiler. Es war alles sehr trocken und überall war Geröll von den Berghängen gerutscht.

Hinter uns braute sich ein Unwetter zusammen. Starke Windböen peitschten über uns hinweg, aber zum Glück streift uns das Unwetter nur und zog über die Bergspitzen davon.
Sofort waren Kinder da. Marie-Therese bekam eine Blume geschenkt. Die meisten Bewohner waren mit der Ernte von Gerste und Bohnen beschäftigt. Überall waren Yak- Kälber, Esel, Ziegen und Zwergschafe angebunden. Vor den Häusern lagerten große Yak- Dung-Haufen zum heizen. Etwas später gab es noch ein  leckeres Abendessen.

Danach bekam ich starkes Nasenbluten, muss wohl an der Höhe und der kalten Luft gelegen haben. Plötzlich trieben einige Kinder eine Herde Ziegen und Schafe durchs Dorf, die plötzlich in alle Himmelrichtungen auseinander stoben und ein Chaos veranstalteten. Als wir zum Zelt gingen, folgte uns ein verirrtes Schaf, welches seine Herde suchte. Wir mussten es dann verscheuchen, da es Anstalten machte ins Zelt zu gehen. Sicher hätte es warm gegeben. Es blökte noch ein Weilchen vor dem Zelt und unser Tag endete mit einer sehr kalten Nacht.

11. September

Heute Morgen wurden wir durch das Grunzen des Yaks sowie durch das Wiehern eines Pferdes vor unserem Zelt geweckt. Die Sonne kam langsam über die Berge und es wurde gleich angenehm warm. Bevor es los ging, kamen noch einige Kinder und wir waren die Attraktion des Tages. Die Ziegenherde vom Vortag fand sich wieder ein. Aus allen Richtungen kamen die Tiere und verbreiteten das gleiche Chaos wie am Vortag. Frauen keiften, Kinder mit ihren Rotznasen weinten und es flogen Steine in Richtung der Ziegen, die das Dorfzentrum in Beschlag nahmen. Unser Weg führte uns an Feldern und Dörfern (Theta und Yal) vorbei, bevor sich der Kargyak-River in ein tiefes, steiles Tal schnitt.

Auf einem schmalen, steilen Pfad ging es für uns und die Pferde in Richtung Purne (3820m). Den Fluss überquerten wir über eine für dortige Verhältnisse stabile Brücke. Dann durch eine schöne Stupa mit farbenfrohen buddhistischen Bildnissen und schon waren wir nach insgesamt 3 ½  Stunden  im Weiler Purne. Den Nachmittag verbrachten wir chillend, lesend (endlich funktionierte der Kopf wie gewohnt) in der Sonne sitzend.

Ein alter Mönch palaverte ganz schön laut und die Pferde stritten miteinander. Es war immer das kleinste Pferd, das gemobbt wurde. Am Abend noch ein kleiner Spaziergang und als die Sonne hinter den Bergen versank wurde es sofort wieder kalt. In der Nacht spazierten die Pferde um unser Zelt und stießen immer wieder gegen die Verankerungen.

12. September

Heute stand uns der Ruhetag mit dem Ausflug ins Kloster Phuktal (3950m) bevor. Gleich nach dem Frühstück ging es los. Wir genossen es, nichts zusammenpacken zu müssen. Auch die Pferde hatten frei und lagen in der Sonne. Also ging es gemütlich durch eine imposante Schlucht den Tsarap-River entlang. Auf schmalen Pfaden mit schwindelerregenden Aussichten kamen uns immer wieder Mönche entgegen.

Nach ca. 1 ½ Stunden sahen wir das Kloster, welches wie ein Nest am Berg klebt.
Es ging steil bergauf zum Klostereingang. Niemand war zu sehen, nur der Klosterhund lag träge in der Sonne. Dann kam ein mit Farbe befleckter Mönch und sagte, dass am Sonntag die meisten Mönche frei haben. Nur wenige waren mit Holz sammeln oder dem Streichen der Mauern beschäftigt. Er zeigte uns trotzdem die Gebetshallen und die Quelle, welche versiegt ist. Natürlich war eine Spende von 100 Rupien unumgänglich. Es war wirklich ein Großteil der Mönche ausgeflogen, nur die Dohlen stürzten sich in die Tiefe der Shadi-Schlucht.

Wir genossen die großartige Aussicht über das Tal. Ich hatte mir so ein Kloster ehrfürchtig und mystisch vorgestellt, stattdessen war es unbehaglich eng und schmuddelig. Wir stiegen wieder ab und nahmen denselben Weg zurück nach Purne wie wir gekommen waren.
Den Rest des Tages ruhten wir uns aus, denn morgen würde unsere Reise weiter gehen.

13. September

Nach unserer zweiten Nacht in Purne verabschiedeten wir uns bei Regen vom Kargyak-River, welcher in den Tsarap-River unterhalb von Purne mündet. Wir mussten unser Zelt bei Regen abbauen und auch unsere restliche Ausrüstung war ziemlich nass.

Wir folgten einem schmalen Pfad oberhalb des Flusses, welcher sich auf und ab an schwindelerregenden Abgründen entlang schlängelte. Ein Wunder, dass unser Pferdetross so schwer beladen diesen Weg meisterte. Wir kamen vorbei an herrlichen Dörfern und obwohl es immer wieder regnete, gingen die Bewohner ihrer harten Arbeit unter freien Himmel weiter nach.

Immer wieder kamen uns Einheimische mit Pferden entgegen oder trieben ihre Ziegenherden zwischen uns durch. Hier konnte man von “rush hour” sprechen.  Nach 5 Stunden erreichten wir unser Camp in einem dunklen kalten Loch direkt am Fluss.

Gegenüber stand eine kleine Steinbarake, mit der Aufschrift Hotel. Ich glaube, dieses bekommt noch nicht mal die Spitze eines Sterns, da immer wieder Ratten rein und raus huschten. Die Pferde brauchten ab und zu neue Hufeisen. Diese wurden mit Augenmaß zu Recht gehämmert und mit 6 Nägeln am Huf fixiert.

Ein Wunder, dass bei solchen Pfaden die Eisen so lange halten. Später kamen noch ein paar zerlumpte Nepalesen, die Vorhut der Straßenarbeiter, denen wir am nächsten Tag begegnen sollten. Sie schauten uns mit ihren dunklen Augen genau so an, wie wir mit unseren hellen Augen sie.

14. September

Wir folgten dem schmalen Pfad oberhalb des Tsarap-Rivers noch einige Zeit bis Dorzong. Da sahen wir die ersten Baumaschinen auf der gegenüberliegenden Flussseite und ab Itchar ging es auch für uns auf der staubigen Straße weiter. Kolonnen von Wanderarbeitern aus Bihar waren damit beschäftigt, Steine aus dem Felsen zu schlagen und die Fahrbahn zu befestigen. Unserer westlich  romantischen Vorstellung von Natur stimmte dieser Anblick natürlich traurig, aber warum sollte der Fortschritt den Menschen hier in den Dörfern verwehrt bleiben. Die Wanderarbeiter, welche unter erbärmlichsten Bedingungen hausten und einen harten Knochenjob hier leisten, verdienen ca. 200 Rupien (ca. 4,– €) am Tag.

Wir verließen die Straße und stiegen hinauf nach Reru, wo wir auf einer schönen Hochfläche unser Camp (3800m) aufschlugen. Wir erkundeten etwas die Umgebung und nach einem leckeren Abendessen ging es schlafen.

15. September

Ein herrlich kalter Morgen mit grandiosem Sonnenaufgang und schneebedeckten Bergspitzen begrüßte uns.

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir zu unserer heutigen Trekkingtour. Schnell kamen wir auf der asphaltierten Straße voran und erreichten Mune. Von nun an schlängelte sich die Straße oberhalb des Tsarap-Rivers durch ein immer breiter werdendes Tal. Ab und zu zeigten sich schneebedeckte Berge. Gegenüber des Klosters Bardan war ein kleiner Polizeiposten, welcher nur aus einem Zelt unter dem Steinmassiv bestand. Marie-Therese hatte ihren Pass ausgerechnet heute im Gepäck bei den Pferden. Zum Glück ließ man uns auch so durch.

Es wurde immer trockener und die Sonne brannte auf uns herab. Bald befanden wir uns in einer Hochwüste, nur der Fluss zu unserer Rechten spendete etwas Lebenselexier. Nach 5 Stunden erreichten wir endlich Padum (3550m), eine schmutzige, staubige Durchfahrtstadt. Wir schlugen unser Camp links neben der Hauptstraße etwas abseits auf. Auf der einen Seite sah man die trockenen Berge von Ladakh, auf der anderen die mächtigen Schneeberge von Kaschmir. Die Nähe zu Kaschmir merkten wir an der hohen Anzahl der muslemischen Bevölkerung sowie der großen Moschee. Die Häuser mit den bunten Gebetsfahnen auf den Dächern werden von Buddhisten bewohnt.

Da wir Halbzeit hatten mussten wir unsere Vorräte für die nächsten 10 Tage  auffüllen. Das Gemüse aus Kashmir erstanden wir bei einem Händler, welcher seinen Laden mit Bilder von muslimischen Gelehrten und Mahmud Ahmadinedschad schmückte. Die Läden waren voll mit allen möglichen Dingen, nur leider nicht mit dem was wir uns so vorstellten. Anschuk bekam nicht alles was auf seiner Einkaufsliste stand. Internet war nicht verfügbar und Anrufe nach Deutschland waren nicht möglich. Wir kamen trotzdem schwer bepackt zurück in unser Camp. Es gab schon schönere Camps.

16. September

Morgens wurden wir vom Muezzin geweckt und auch die Hunde bellten seit dem Morgengrauen vor unserem Zelt. Ein Yak und die Pferde liefen herum.

Die Sonne strahlte die schneebedeckten Bergspitzen an. Um 8.15 Uhr starteten wir und ließen den muslimischen Teil Padums hinter uns, welcher durch das buddhistische Viertel abgelöst wurde. Man sah den Unterschied nicht nur an den flatternden Gebetsfahnen auf den Dächern sondern auch an den Buddhisten, welche eher von der Landwirtschaft leben. Die Muslime sind eher Kaufleute und Händler. Bei den Buddhisten war es viel sauberer und aufgeräumter. Über Felder verließen wir Padum.

Wir kamen auf eine sehr trockene Ebene mit einem gigantischen Ausblick auf die Berge Kaschmirs. Karsha ließen wir auf der linken Seite liegen und folgten den Zanskar-River.
Es wurde immer trockener und staubiger. Zum Mittag zeigte das Thermometer 40° Grad.

Zum Glück kam ein kühler Wind von Westen, der uns vorwärts trieb. Dies war heute die reinste Wüstenetappe. Hinter uns zogen Wolken auf und peitschten den Sand und Wind in unseren Rücken. Wir schlängelten uns mit dem Zanskar-River immer weiter ins Zanskartal, bis wir schließlich nach 7 Stunden Pishu (3470m) erreichten.

Ein windiger Ort mit ein paar Häusern und Dung auf den Dächern. Etwas unterhalb lag unser Camp und wir stärkten uns mit Plätzchen sowie Tee. Der Zanskar-River begrünte sein Ufer etwas. Nachdem die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, wurde es kalt und der Wind spielte mit unserem Zelt.

Mit Hindimusik aus einem Fallschirmzelt schliefen wir ein. Als wir in der Nacht aus unserem Zelt wollten, versperrte uns ein Pferd den Weg. Erst nach lautstarker Aufforderung zog es weiter.

17. September

Morgens war es sehr kalt und Raureif bedeckte unser Zelt. Schnell frisch gemacht und schon zum Frühstück kam die erhoffte Sonne über die Berge.

Unsere Crew war heute sehr schnell mit dem Verstauen. Marie-Therese und ich waren die Letzten, die fertig waren. Wir starteten 8.30 Uhr und es ging staubig am Zanskar-River weiter, teilweise direkt im trockenen Flußbett entlang. Über staubige Hochflächen erreichten wir Pidmu.

In diesem Dorf wurde das Getreide mit Hilfe von Yaks und Pferden gedroschen, indem sie die Tiere im Kreis festgebunden über das Stroh trampeln ließen.

Weiter ging es über Felder und wieder zurück ins Flussbett. Es flogen Falken und Bussarde. An einem kleinen Strand direkt am Fluss machten wir Rast. Der Sand war so fein, dass dieser mit jedem Traumstrand dieser Welt mithalten könnte.  Nach 6 Stunden erreichten wir Hanumil (3380m). Auch hier droschen die Bauern das Getreide.

Unser Camp schlugen wir etwas hinter der kleinen Ansiedlung auf. Wir wuschen unsere Kleidung und reinigten uns nochmal richtig von den Haarspitzen bis zu den Zehen, umgeben von blöckenden Ziegen. Wir wussten, dass die nächsten Tage eisiger werden würden. Schnell verschwand gegen 16.30 Uhr die Sonne hinter den Bergen und es wurde gleich kalt. Zum Abendessen hörten wir Leh-Radiostation mit Musik wie bei uns aus den 50ern, nur auf Ladkhi. Mit dem Rascheln der Weiden über unserem Zelt schliefen wir ein.

18. September


Heute standen uns 2 Pässe bevor und wie jeden Morgen starteten wir 8.30 Uhr, als die Sonne etwas Wärme spendete. Es ging steil hoch über dem Zanskar-River, auf schmalen, staubigen Pfaden Richtung Pass. Uns stockte teilweise der Atem beim Anblick in die tiefe Schlucht, vorallem wenn uns Rinder oder Pferdekaravanen entgegen kamen. Dann ging es noch einmal extrem steil hoch auf den Purfi-La (3850m). Schwer atmend kamen wir nach 3 Stunden zusammen mit unseren Pferden oben an.

Wir schauten zurück ins Zanskar-Tal und den schneebedeckten Horizont. Vor uns lag schon fast greifbar der Snertse La (3800m). Aber vorher ging es erst 500m steil runter ins wunderschöne Tal des Zinchen Tokpo, welcher die Grenze zwischen Zanskar und Ladakh markiert. Wir überquerten den Fluss über eine kleine Brücke und machten in einem Weidenwäldchen direkt am Fluss unsere Mittagspause.

Dann ging es steil hoch, 400m, sandig, schwer atmend auf den unscheinbaren Pass des Snertse- La. Ein gigantischer Ausblick bot sich uns zurück auf den Purfi-La. Noch ein kurzes Stück auf einem schmalen Pfad an den Klippen einer tiefen Schlucht und wir erreichten nach 7 Stunden unser Camp Snertse (3750m). Unser Zelt war schon aufgebaut und wir richteten uns entspannt ein. Den restlichen Tag verbrachten wir bei Tee und Plätzchen lesend in unserem Zelt.

19. September

Hätten wir morgens gewusst, dass dieser Tag so großartig wird, wir hätten ihn am kalten Morgen schon viel mehr gewürdigt. Um 8.30 Uhr starteten wir mit vollem Magen und es ging gleich steil hinauf. Wir mussten immer wieder einen Bach überqueren und dabei aufpassen, dass wir uns keine nassen Füße holten. Nach Übersteigen einer Gletscherhöhle wurde die Schlucht etwas breiter.

Der gelbe Schiefer stand im Kontrast zu dem wolkenlosen blauen Himmel. Schwer atmend erreicht wir nach 3 Stunden den Hanuma-La (4710m). Wir trafen 2 gesprächige Deutsche, welche von der anderen Seite hoch gekommen waren.

Vom Pass sahen wir auf Lingshed in einem Meer von Fels. Nach einer 1/2 Stunde Staunen ging es steil in Serpentinen bergab. Wer hier aufsteigen musste, war nicht zu beneiden. Auf einer Felsspitze genossen wir mit unserem Lunch, den spektakulären Ausblick und beobachteten eine Gruppe Europäer, die sich den Berg hoch quälten. Abwechselnd durfte immer einer ein Stück auf dem Pferd reiten. Es ging weiter, insgesamt 800m steil bergab in ein Tal, welches durch die Bodensträucher herbstlich leuchtete. Dann wieder 200m steil bergauf zum Bari-La (4200m), welcher ganz unscheinbar ohne Gebetsfahnen uns schwer außer Atem brachte.

Nun nochmals bergab über ausgewaschene, zerfurchte Berghänge nach Lingshed. Unser Camp (3900m) lag direkt am Kloster vor der Residenz des Dalai Lama, wenn er hier gastiert. Wir machten einen Spaziergang ums Kloster und wurden von einem Mönch zum Tee gebeten.

Uns wurde Buttertee serviert, dazu sangen die Mönche im kehligen Kanon. Nach einer 3/4 Stunde verließen wir diesen mystischen Ort und wir schauten noch die Gebetshalle an. Der Abt zeigte uns stolz ein Fotobuch vom lezten Besuch des Dalai Lama, welcher hier einen eigenen Hubschrauberlandeplatz hat.

Wir entrichteten noch die obligatorische Spende, drehten ein paar Gebetsmühlen und schon gab es Abendessen im Camp. Unter der steilen Felswand, welche von einem prächtigen Sternenhimmel überspannt wurde, schliefen wir ein.

20. September

Schon zum Frühstück zogen die ersten Wolken auf, dann ging es 8.30 Uhr steil bergauf und wir verabschiedeten uns von Lingshed. Schwer atmend erreichten wir eine Stupa mit Gebetsfahnen und einer wundervollen Ausssicht zurück zum Hanuma-La und auf den Weg, der nun noch vor uns lag. Wir machten Fotos, freuten uns, dass wir den ersten Pass des heutigen Tages erklommen hatten. Dann zeigte Anschuk auf den nächst höheren Pass. “This is the first pass”. So ein Ärger, es wäre so schön gewesen, das gedachte Stück weiter zu sein. Ok, dann weiter bergauf und schließlich nach 11/2 Stunden erreichten wir den Netuke-La (4280m). Eher ein unscheinbarer Pass, ein kleiner Steinhaufen mit wenigen Gebetsfahnen.

Unsere Pferde, horseman und Koch erreichten mit uns den Pass. Nun ging es runter auf 3920m zu einem kleinen Fluss, der vom Weiler Skyumpata (4100m) runter in den Zanskar-River fließt. Wir sahen die Serpentinen hoch zu unserem zweiten Pass steil hinauf führen. Es waren viele Einheimische mit Pferden und Eseln unterwegs. Dieser lange Tross quälte sich den steilen Anstieg zum Khyupa-La (4360m) hinauf. Nach einer 3/4 Stunde erreichten wir den Pass, die Wolken rissen auf und schwer atmend schossen wir unsere obligatorischen Fotos.

Der Ausblick war grandios, aber kurze Zeit später sahen wir ein Unwetter heran ziehen. Wir stiegen ab und es folgte ein langer Weg zu unserem Camp am Snigge-La auf 4400m.

Als wir unser Camp nach insgesamt 6 Stunden erreichten, fing es an zu schneien und wir richteten uns in unserem Zelt gemütlich ein. Es gab frittiertes Gemüse und Tee. Der eisige Wind peitschte den Schnee gegen unser Zelt. Nur unserem Koch konnte das Wetter die gute Laune nicht verderben. Wie schon bei der Zubereitung jeder Mahlzeit sang er Lieder und zauberte nebenbei ein leckeres Menü, heute sogar mit einem Kuchen auf seinem Benzinkocher. Das ist wahres Ladakhi-Trekking. Mit vollem Bauch ging es in die Schlafsäcke. Wir wurden öfters wach, da wir immer wieder unter Atemnot litten und schnappten gierig nach Luft.

21. September

Heute kam der morning-tea erst 7.00 Uhr ans Zelt, da wir die Sonne abwarten mussten, die die Kälte vertrieb. Es war schönes Wetter und aus unserem Zelt hatten wir eine beeindruckende Ausssicht auf die höchsten Spitzen des Himalaya.

Um 9.00 Uhr starteten wir mit dem anstrengenden Anstieg hoch zum Pass. Nach 45 Minuten erreichte ich den Snigge-La (5010m).

Die Ausssicht war fantastisch, es lag noch etwas Schnee an den Berghängen und Anschuk sowie unser Koch nutzten diese Gelegenheit für eine Schneeballschlacht. Wir schauten nach Süden auf ein großartiges Panorama und nach Norden ins Photang Tal. Im Westen sah man die 6000m hohen schneebedeckten Gipfel. Die Sonne zog die Feuchtigkeit nach oben und es bildeten sich immer mehr Wolken.

Auf dem Weg durchs Photang Tal sahen wir immer wieder Hirten mit ihren Yakherden und pfeifende Murmeltiere streckten ihre Köpfe aus ihren Höhlen. Ab und zu lag ein Pferdeskelett am Wegrand und wir mussten reißende Bergbäche überqueren. Der Weg nach Photaksar zog sich immer wieder über neue Anhöhen. Vom Pass hinter uns zog ein Unwetter heran. Nach insgesamt 6 1/2 Stunden erreichten wir endlich unser Ziel.

Wir campten oberhalb von Photaskar (4100m). Nachdem wir uns im Fluss gewaschen hatten, pilgerte das ganze Dorf an unserem Zelt vorbei und schaute rein, was so zwei bleiche Zeitgenossen wohl alles dabei haben. Die Verständigung war schwierig, weil sie nur wenige Worte Englisch konnten und wir kein Ladakhi. Etwas später wussten wir, weshalb alle an unserem Zelt vorbei kamen. Sie holten ihre Schaf- und Ziegenherden von den Berghängen und unser Zelt bestand wie ein Fels der Brandung aus herbeirauschenden Ziegen und Schafen.

Photaskar war von den Regenfällen Anfang August stark betroffen. Schlamm- und Gerölllawinen überrollten ihre Felder und zum Teil Häuser.

22. September

Bei strahlenden Sonnenschein brachen wir unser Camp ab. Da trieben die Dorfbewohner ihre Schafe und Ziegen hinauf auf die Berge und wieder genau durch unser Camp.

Um 8.45 Uhr starteten wir und es ging gemächlich aufwärts. Zwei Dorfbewohnerinnen mit ihren Eseln nahmen den gleichen Weg. Was die Beiden und Anschuk die ganze Zeit zu tratschen hatten, wir werden es nie erfahren. Wir genossen die Aussicht auf die schneebedeckte Bergkulisse sowie die Wüstenlandschaft auf der gegenüber liegenden Seite. Kurz vor dem Pass ging es extrem steil in Serpentinen auf den Sisir-La (4720m).

Nach 1 1/2 Stunden hatten wir den Pass erreicht. Es wehte ein eiskalter Wind. Wir schauten zurück ins Photang-Tal und auf den Snigge-La. Die Pferde kamen kurze Zeit später an. Da es so kalt war, verließen wir den Pass recht schnell und stiegen ab Richtung Honupatta. Auf den steilen, zerfurchten Berghängen wuchsen viele Kräuter. Yaks und Blauschafe waren unterwegs.

Schade war, dass die Straße zwischen Honupatta und Photaskar fertig gestellt war. Zum Glück trafen wir auf kein Auto. Nach 6 Stunden erreichten wir Honupatta (3990m), ein kleines Dorf unter einer horizontalen Felswand. Obere Teile des Ortes sowie der alte Campingplatz waren vom Geröll verschüttet worden. Unser Camp errichteten wir in einem kleinen Weidenwäldchen unterhalb des Dorfes. Nachdem uns vom Pass die dunklen Wolken begleitet hatten, begann es zu regnen. Wir wuschen uns im kalten Fluss, beäugt von einem kritisch schauenden Yak und zogen uns in unser Zelt zurück.

Zum Abendessen kamen ein paar Dorfbewohner, welche die Reste vom letzten Camp zurück brachten. Anfang August, bei den starken Regenfällen, wurden die Zelte in den Fluss geschwemmt. Sie bekamen Tee als Dankeschön. Es regnete immer noch noch. Ich hoffe, wir enden nicht genauso.

23. September

Zum Glück hatte es über Nacht aufgehört zu regnen. Trotzdem waren alle Sachen feucht und klamm. Yaks strichen um unser Zelt. Wir mussten sie verjagen, da die Schlafsäcke und ein paar andere Sachen in den Bäumen zum Trocknen hingen. Kurz bevor wir starteten gab es noch etwas Aufregung. Die Pferde sahen nicht ein, die gerettete Ausrüstung zusätzlich zu tragen und scheuten. Endlich alles auf den armen Pferden verstaut, ging es weiter abwärts, tiefer in die Schlucht hinein. Die Spuren der Überschwemmung im August waren noch sichtbar. Das Tal schien vor einer riesigen Felswand zu enden. Es wurde noch schmäler und schlängelte sich tief durch die Felsen hindurch. Man fühlte sich wie in den Straßen von Manhatten, nur ohne Verkehr. Zur linken und zur rechten Seite versperrten hohe Felsdome die Sicht auf den blauen Himmel. Blauschafe schauten auf uns herab.

Nachdem wir die imposante Schlucht verlassen hatten, öffnete sich das Tal zunehmend. Die Felsen wechselten ihre Farbe. Von Rot über Gelb, Grün bis Violett. Die Straße war violett asphaltiert und wir sahen nach Tagen die ersten Autos. Die von Schutthängen umgebene Straße führte uns nach Wanlah. Hier hatten Hilfsorganisationen und Einheimische Weiden und Pappeln gepflanzt, um der Bodenerosion vorzubeugen. Kurz vor Wanlah schlugen wir unser Camp (3400 m) auf. Überall waren Zäune, bestimmt kommen oft Deutsche hierher, und Tiere grasten auf den Weiden.

24. September

Heute ist unser letzter Trekking-Tag und unsere letzte Pass-Überquerung. Wir starteten um 8.45 Uhr und liefen links vom Fluss Richtung Wanlah. Dieser Ort wirkt durch die Weiden, Zypressen und Pappeln wie eine Oase in der sandigen Bergwüste. Man kann sich auch schon wieder vor wie in der Moderne. Die Häuser waren prächtiger und überall gab es Stromleitungen. Wir verließen Wanlah in Richtung Shila und bogen in ein winziges Bachtal ein. Dies wurde immer enger und führte in ein Labyrinth ausgetrockneter Bäche, stetig bergauf. Nach 2 3/4 Stunden erreichten wir den Prinkiti-La (3650 m).

Es wurden die obligatorischen Fotos auf unserem 9. Pass dieses Treks geschossen. Dann ging es bergab Richtung Lamayuru (3400 m). Von weitem sahen wir das Kloster und die Ortschaft am Berghang. Nach insgesamt 4 Stunden erreichten wir unser Camp. Wir waren froh, an unserem Ziel ohne größere Blässuren angekommen zu sein. Aber auch traurig, dass die 19 Tage Trekking nun vorbei waren.

Am Nachmittag schauten wir uns die sehenswerte Klosteranlage an und ließen uns vom buddhistischen Charme dieses alten Bauwerks begeistern.

Das letzte leckere Abendmahl unseres Kochs und zur Begeisterung von Marie-Therese gab es noch eine im Topf gebackene Abschieds-Torte.

25. September

Heute hieß es ein letztes Mal aus dem Schlafsack, das Zelt abbauen und los ging es.

Ein Jeep holte uns ab. Wir fuhren durch eine tiefe Schlucht. Auf der Straße lagen immer wieder riesige Gesteinsbrocken und Wanderarbeiter besserten die hoppelige Straße aus. Dann fuhren wir über trockene, staubige Hochebenen mit einem gigantischen Bergpanorama. Es kamen uns immer wieder Kolonnen von Lastern und viel Militär entgegen. Nach 15.00 Uhr erreichten wir unser Guesthaus in Leh. Wir freuten uns auf eine heiße Dusche und ein bequemes Bett. Wir erkundeten Leh, eine schöne indische Stadt, umgeben von prächtigen schneebedeckten Bergen des Himalaya.

Überall gab es Basare und Ecken, an denen man etwas Kaufen oder Essen konnte. Ungewohnt nach 3 Wochen Trekking waren die aufdringlichen Händler und die vielen Touristen.

26. September

Oh war das schön, mal wieder in einem Bett zu schlafen. Die Sonne und der blaue Himmel schimmerten ins Zimmer. Warm Duschen und ein Frühstück mit selbst gemachter Marmelade in einem traditionellen Ladakhi-Wohnzimmer. Wir spazierten durch die Altstadt hoch zum Palast, der 1553 von buddhistischen Königen Ladakhs initiiert wurde. Es war einst das höchste Gebäude der Welt. Wir bewegten uns mit der Taschenlampe durch das Labyrinth aus dunklen Korridoren, versteckten Treppen , dunklen Räumen und schwindelerregenden Balkonen.

Schließlich fanden wir den Weg aufs Dach, wo wir mit einer großartigen Aussicht auf Leh und die umliegenden Berge belohnt wurden. In den dunklen Gängen mussten wir auf die Löcher im Boden achten. Wir spazierten die Serpentinen hinauf zur Tsemo-Festung, der höchste Punkt Lehs, und blickten auf Leh hinunter. Zurück ging es an den Stupas vorbei durch die Altstadt. Nach einem leckeren Mittagessen saßen wir im schönen Garten unseres Guesthauses in der Sonne. Wir bummelten noch etwas über die Basare. Auf dem Rückweg war es schon dunkel und wir mussten uns durch die Straßen tasten. Schlaglöcher, Kuhdung und Pfützen waren immer zu erwarten. Zurück in unserem Guesthaus war mal wieder Stromausfall.

27. September

Heute gab es nicht sonderlich viel. Wir waren lecker Essen und ausgiebig Shoppen. Zur Erholung zogen wir uns in den ruhigen blühenden Garten des Guesthauses mit Plätzchen und Tee zurück.

28. September

Heute stiegen wir zur Shanti-Stupa auf, die japanische Mönche zur Förderung des Weltfriedens erbauten. Der Aufstieg war steil, aber die Aussicht auf Leh und die Berge sensationell.

Wir gingen durch schmale Gässchen mit rauschendem Wasser. Zuweilen konnte man Einheimische beobachten, die ihre Wäsche in den Bächen wuschen. Die Shanti-Stupa war noch beeindruckender als der Palast. Es ist ein Nachbau der World Peace Pagode in Pokhara/Nepal. Weiter ging es steil bergab durch enge verwunschene Gassen in das Zentrum zur Chowkhang-Gompa im Hinterhof des Haupt-Bazars. Das Gebäude mit dem goldenen Dach zieht viele Buddhisten zum täglichen Gebet an und ist ein ruhiger, interessanter Platz, um die gelobte Religion zu erleben.

Zum Essen waren wir in einem dieser zahlreichen Dach-Restaurants am Main-Bazar. Von dort hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Altstadt, den Palast und die Festung oder man schaut dem geschäftigen Treiben auf dem Haupt-Bazar zu.

Am Nachmittag suchte ich noch etwas typische Musik aus Ladakh. Die traditionelle Musik kann unser europäisches Gehör schlecht vertragen. Die moderne Ladakhi Musik ist annehmbarer. Marie-Therese zog den inspirierenden Garten des Guesthauses vor, wo sie auch mit Hingabe ihr Pilates-Training praktizierte.

29. September

Unser letzter Tag in Leh begann mit einem letzten Frühstück im Tartse-Guesthaus.

Wir gingen zum geheimnisvollen, von Gebetsflaggen eingehüllten Nezer Latho, von wo wir einen sensationellen 360-Grad-Panoramablick über Leh hatten. Dann ging es am bunten, gold bedachten Freundschaftstor vorbei und zurück zum Guesthaus. Wir wunderten uns, dass plötzlich um die Mittagszeit alle Geschäfte schlossen. Von unserer Wirtin erfuhren wir, dass eine wichtige Besprechung geplant war. So verbrachten wir den sonnigen Nachmittag im Garten. Mit einem kurzen Abendspaziergang durch die schönen Gassen vom Vortag verabschiedeten wir uns von Leh.

30. September

Pünktlich um 6.00 Uhr holte uns das Taxis am Guesthaus ab. Vor dem Flughafen bildete sich eine lange Warteschlange, da der Flughafen erst um 6.30 Uhr öffnete. Dann ging es durch viele Sicherheitskontrollen zum Terminal. Um 7.30 Uhr starteten wir und flogen über eine atemberaubende, von Schneegipfeln und Gletschern umgebene Bergkulisse, weiter am Ganges nach Delhi.

Vom Flughafen fuhren wir mit dem Taxi, immer wieder im Stau stehend, nach Old Delhi. Unser ausgewähltes Hotel war leider ausgebucht. Also ging es schwer bepackt über den Bahnhof Delhi wieder nach Paranganji, wo wir eigentlich nicht hin wollten. Trotzdem fanden wir ein schönes Zimmer, dieses Mal mit Fenster und Klima-Anlage, im Vivec-Hotel. Viele Traveller steigen hier ab. Wir aßen etwas und fuhren mit der Rikscha zum  Connaught Shoppen. Bei Mc Donalds testeten wir einen Chicken-Maharaja-Burger (war ziehmlich gut) und stürzten uns dann in den Trubel der Basare. Ständig gab es Sicherheitskontrollen. Ob das wohl immer so ist oder lag es an den Commonwealth Games, die in ein paar Tagen stattfinden.

Zurück im Hotel genossen wir Bier und TV.

Die lezten Tage in Delhi

Es stand noch etwas Kultur auf dem Programm. Das Red Fort erreichten wir mit blutenden Ohren, die nicht nur vom dröhnenden Straßenlärm, sondern auch von dem überkommunikativen Rikschafahrer herrührten.

Er tischte uns eine Studentenstory auf, die Marie-Therese fast weichklopfte und ihm beinahe erlaubte, uns für viel Geld durch ganz Delhi zu kutschieren. Der arme Student, der von seinen Eltern keine Unterstützung bekam. Überall standen Soldaten mit ihren Maschinengewehren und passten nicht zu der historischen Kulisse aus vergangener Zeit.

Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit zwischen Marie-Therese und mir über die Orientierung in dieser lauten Metropole fuhren wir mit einer Fahrradrikscha zum Grab Mahadma Gandhis.

Leider wurden wir von einem freundlichen Wachmann abgewiesen, da am nächsten Tag eine große Veranstaltung an diesem Ort stattfände und wir ein Sicherheitsrisiko darstellten. Wir machten noch einige Fotos am Museum und fuhren mit einer anderen Fahrradrikscha zur Jama Masjid Moschee. Es war gerade Gebetszeit und Tausende von Gläubigen, Händlern und Bettlern tummelten sich um die prachtvolle Moschee. Ständig kamen die Bettler und hingen einem am Rockzipfel oder zeigten ihre Deformitäten.

Ich gönnte mir einen Orangensaft. Marie-Therese, in weiser Vorraussicht, blieb bei einem Getränk der Marke CocaCola. Wir liefen vorbei am Digamabara-Jainisten Tempel zum Chandni Chowk, um uns ins Getümmel dieser Hauptverkehrsader Delhis mit seinen Basaren und Imbissen zu stürzen.

An der Fatehpuri Masjid Moschee wurden wir von beturbanten Wächtern mit Schwertern und Speeren kritisch beäugt, welche Autorität in dieser chaotischen Menschenmasse ausstrahlen wollten. Beim Jalebiwala stärkten wir uns mit furchtbar süßen, klebrigen Teigkringel und sezten unseren Weg zum Gewürzmarkt fort. Überall duftete es nach scharfen Gewürzen, welche sich in Bergen häuften. Die Nase juckte und unsere Sinne waren schließlich überlastet.

Wir nahmen eine Fahrradrikscha zurück ins Hotel. Der Fahrer dachte, ein super Geschäft mit uns zu machen. Dies stellte sich für ihn aber als schweißtreibende, anstrengende Fahrt herraus, da er viel weiter fahren musste, als er es sich gedacht hatte.

Da der Orangensaft sich unangenehm im Bauch zu schaffen machte, verbrachten wir den letzten Tag pendelnd zwischen Hotelzimmer und dem Dachcafé auf unserem Hotel. Zum Glück hatten wir den Moviekanal und schauten am laufenden Band James Bond und Bruce Lee Filme. Am späten Abend wurden wir vom Taxi abgeholt und mit einem kleinen Stopp durch eine Reifenpanne erreichten wir den Flughafen. Nach 2 Stunden Formulare ausfüllen und Schlange stehen bekamen wir auch den letzten Rest unseres Geldes zurückgewechselt. Nach 8 Stunden im Flugzeug erreichten wir wieder Good Old Germany  und auf dem letzten Stück nach Hause merkten wir, dass wir wieder in Deutschland waren. Wir verpassten wieder einmal den Anschlusszug durch die Verspätung der Deutschen Bahn.

4 Antworten zu Zanskar Trek 2010

  1. Pingback: Hotel in Dehli gebucht! | Globetrotter

  2. Pingback: Endlich fertig!!! | Outdoor Weltweit

  3. Stephan Wegner schreibt:

    Hi ihr beiden, vielen Dank für den schönen Reisebericht mit den tollen Bildern – hat mich stark an meine Kindheit im Norden Afghanistans zurückerinnert, wo auch schon (für mich als kleinenSteppke) anstrengende Ausflüge in den nahen Hindukush unternommen worden waren…
    Respekt für eure Ausdauer allemal!!
    Liebe Grüße, Stephan

  4. wolfang obert schreibt:

    Hallo Ihr beiden,

    euren Bericht habe ich mit Spannung gelesen und die phantastischen Bilder betrachtet. Eine wirklich beeindruckende Reise und ein schöner Bericht.
    Meine Hochachtung ist während des Lesens ständig gewachsen bei all den Infos über Höhenkrankheit (vor allem Kopfschmerzen), Kälte und Nässe und Durchfallerkrankung. Ich glaube ich werde mich mit der Pilgerreise auf dem Jakobsweg doch begnügen (müssen!?).
    Ich freue mich auf einen Diaabend mit weiteren Liveberichten.
    Liebe Grüße
    Wolfgang

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